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Schöner Beitrag vom Internet und Politik - Blog
Das Internet und Politik - Blog hat eine treffende Analyse zur Piratenpartei veröffentlicht.
Daraus schlussfolgere ich folgende Kernpunkte:
- Die Piratenpartei ist in vielem spontan und unerfahren (z.B. in Bezug auf Jörg Tauss, Bodo Thiesen, Interview mit der Jungen Freiheit, unorganisierter Wahlkampf, etc.), dies ist aber verständlich und absolut okay, oft sogar sympathischer, natürlicher und vor allem glaubwürdiger als das krampfhafte, verzweifelte Bemühen der alten Parteien um zielgruppennahe Werbung (vgl. der Spot der FDP und die deren Unglaubwürdigkeit entlarvende Antwort der Piraten dazu, vgl. das Remixen von Wahlplakaten und noch viel mehr Beispiele authentischer und kreativer Werbung durch Piraten). Auch wenn die Piratenpartei derzeit natürlich noch lange nicht erwachsen geworden ist, ist es langfristig wichtig für unsere Gesellschaft, dass sie sich als politische Kraft etabliert. Anfängerungeschicktheiten bedeuten ja nicht, dass die ganze Sache schlecht ist und auch nicht, dass sie bei dieser Wahl keine Unterstützung verdienen würde.
- Einige traditionelle Politikforscher verstehen das Phänomen nicht ausreichend. Sie gestehen der PP nicht zu, eine Bewegung analog der Umweltbewegung der Grünen zu sein, obwohl mit der Vernetzung über das Internet, Blogs und Twitter möglicherweise schlicht eine neue Ausprägungsform von sozialen Bewegungen entstanden ist (die, nebenbei, natürlich auch außerhalb des Internets, etwa bei der Freiheit-statt-Angst Demo oder bei politischen Flashmobs in Erscheinung tritt)
- Es gibt deutliche Parallelen zu der damaligen Bewegung der Grünen. Bürgerrechte im digitalen Zeitalter sind ein wichtiges Thema, dessen Bedeutung noch zunehmen wird und dessen politische Bewegung gestärkt werden muss. Schon die Medienaufmerksamkeit, das durch Wählerstimmen ausgeschüttete Geld und die zukünftige Wahlerfolge (etwa 2010 in Nordrhein-Westfalen) unterstützende Signalwirkung sind Argumente genug, diese neue politische Kraft zu stärken und ihr bei der Bundestagswahl die Zweitstimme zu geben.
Interessante Auszüge aus dem Beitrag des Internet und Politik - Blog:
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könnte es nicht sein, dass in der netzbasierten Parteiorganisation außerhalb des etablierten Spektrums ein genuines Alleinstellungsmerkmal der Piratenpartei liegt? |
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Die in der Tat „nerdige“ Form der Organisation lässt manchmal den Eindruck aufkommen, als könne man hier einer gut vernetzten Gemeinschaft von Rollenspielern bei der termingerechten Erledigung von „Quests“ zuschauen, stets das nächste Level im Blick. Gelöst wurden bisher die Aufgaben „Europawahl“, „Zulassung zur Bundestagswahl“, „Übernahme der Mehrheiten in Sozialen Netzwerken“, das Extra-Level „Gewinnung von öffentlicher Aufmerksamkeit“ wurde etwas holprig erreicht, vielleicht auch unter Zuhilfenahme von „Cheats“. |
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Immer wieder sind dann klassische Bewegungs- und Parteienforscher zu vernehmen, die den Piraten eine „edle“ Herkunft aus einer Neuen Sozialen Bewegung nicht zugestehen wollen (hierüber wäre trefflich zu streiten: möglicherweise hat sich sogar in Deutschland eine Art „digitale Bewegungskultur“ herausgebildet, zum Beispiel im Umfeld der zahlreichen Studierendenstreiks seit Mitte der 1990er Jahre). .. Einen interessanten Aspekt hat nun der Bewegungsforscher Roland Roth im Rahmen einer Radio-Diskussion ins Spiel gebracht – Aufschluss über die Nachhaltigkeit von „bewegungsartiger politischer Kommunikation“ könne die Fähigkeit zur „Milieusprägung“ bilden. .. Zu prüfen wäre nun, ob Barcamps, Un-Konferenzen, Social Media Clubs, Meet-Ups, Flash-Mobs und ähnliches nicht genau eine solche Form der „Verlängerung“ der Bewegungskommunikation sind. |
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(aus den Kommentaren:)
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Grüne Frühgeschichte steht (in Eigendarstellung der Partei) hier ..
http://www.gruene-partei.de/cms/gruene_work/rubrik/0/237.198083.htm 1978: div. Landtagswahlen mit 0,9-1,9% |
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(Fazit des Blogartikels:)
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Realistischer erscheint die Annahme eines Wahlergebnisses, das die Piraten aus der Schar der Kleinstparteien hervorhebt und zu einer sichtbaren Kleinpartei macht. Der eigene Prozent-Balken in einem Diagramm zum Wahlausgang wäre sicher ein großer Erfolg. Damit verbunden wäre natürlich auch die Ausschüttung der Parteienzuschüsse für eingesammelte Wählerstimmen .. bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai 2010 .. sollten die Piraten mindestens an der 5%-Hürde kratzen oder sie gleich übertreffen |
Fazit: Piratenpartei wählen und diese wichtige neue Volksbewegung stärken!
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