Mach mit bei PIRATEN live!
Deine Fotos, Videos, Blogbeiträge, Tweets...
Anmelden und klarmachen zum Ändern!

Aktuell: was alles dafür spricht, die Piraten zu wählen und keine andere Partei!

Bild von piratDD

Der Beitrag Warum ich die Piratenpartei wähle jetzt aktualisiert und um folgenden Überblick ergänzt:

Überblick: (klick für Lange Fassung)

  • Ihre Ziele sind sehr wichtig. (siehe lange Fassung)
    • Sie hat 3 wichtige Hauptthemen: Verteidigung unserer Grund- & Bürgerrechte, Mitbestimmung & transparente Kontrolle staatlicher Machenschaften, Freien Zugang zu Bildung & Kultur
    • Diese 3 Hauptthemen haben Auswirkungen auf viele politische Themen, spezifische Themen werden basisdemokratisch ausgearbeitet, jeder kann mitmachen und schon jetzt. Als Oppositionspartei braucht es noch kein vollständiges Programm, und wir wollen den Politikstil insgesamt besser machen, was jedem Thema zugute kommt.
    • Wir möchten erst dann eine Meinung festlegen, wenn diese gut fundiert ist, wir sagen im Gegensatz zu den anderen Parteien ehrlich, wo uns Kompetenzen fehlen, holen diese erst durch Experten ein und entwickeln dann die Position. Eine vorschnelle Festlegung von Positionen durch die Parteiführung wäre entgegen unseren Idealen von Basisdemokratie und dem Finden der besseren Lösungen. Die Konzentration auf wenige Kernthemen, die aber so wichtig sind, dass sie im Grunde alle Lebensbereiche betreffen, ist eine Stärke, denn so wissen unsere Wähler genau, auf was sie sich bei uns durchgehend verlassen können.
  • Diese Ziele werden nicht ausreichend durch andere Parteien abgedeckt. (siehe lange Fassung)
    • Die anderen Parteien versuchen zwar, auf diese Themen aufzuspringen, sind dabei aber zum großen Teil höchst unglaubwürdig. Erzählen können sie viel, entscheidend ist, was sie dann tun, und da zeigt sich bei allen ein Einknicken in diesen Themen, die eben nicht ihre Hauptthemen sind oder sie werden mit den Themen unzureichend wahrgenommen in Öffentlichkeit und Politik.
    • Alle diese Parteien sind für Fehlentwicklungen der letzten Jahre verantwortlich und handeln in der Praxis anders, als sie es versprechen, oder können nichts bewirken, da eine genuine politische Kraft für die Themen Bürgerrechte, Demokratie und digitale Medien fehlt: FDP, Grüne, CDU/CSU, SPD und Linke
    • Die Piratenpartei ist die einzige Partei, welche diese Alleinstellungsmerkmale bietet: (siehe lange Fassung)
      • Nur mit der Piratenpartei werden die Ziele, Forderungen bzw. Themen Demokratie, Bürgerrechte, Freie Bildung und Kultur ausreichend gestärkt. Nur sie hat die Kompetenz, rechtzeitig Fehlentwicklungen im Bereich der Bürgerrechte und digitalen Medien rechtzeitig zu erkennen und Druck zu machen. Nur sie bündelt Protestbewegungen (etwa gegen Überwachung, gegen Studiengebühren, für mehr Mitbestimmung) und verschafft diesen auf der politischen Bühne ausreichend Aufmerksamkeit. Nur sie wird diese wichtigen Themen ausreichend in die Aufmerksamkeit bringen und sie wie damals bei den Grünen (s.u.) zunehmend etablieren.
      • Keine andere Partei setzt sich in dem Maß für eine stärkere Transparenz und Bürgerbeteiligung ein und weiß dies schon jetzt mittels der Chancen der neuen Medien wie dem Internet umzusetzen.
      • Es ist die einzige Partei, die wirklich progressiv einer Modernisierung der Politik zugewandt ist - voll von jungen, kompetenten Wissenschaftlern und Engagierten - voll von einem Grundverständnis der digitalen Revolution vorrangig als Chance (ähnlich vormals der Buchdruck) und nicht vorrangig als Gefahr sowie voll von aufgeklärtem Verständnis der Entwicklung unserer Gesellschaft zu einer Informations- und Wissensgesellschaft.
  • Vergibt man seine Stimme an eine andere Partei, vergibt man die Chance auf eine deutliche Änderung. (siehe lange Fassung)
    • Gibt man seine Stimme einer anderen Partei und die Piratenpartei erreicht nur wenige %, so ist das Signal an die Politik: "So wichtig sind diese Themen gar nicht, es kann so weitergehen wie bisher". Zudem besteht die Gefahr, dass diese Bewegung eher verpufft bzw. deutlich langsamer stark wird, als sie es werden könnte und sollte.
    • Eine CDU-Regierung ist sowieso nicht zu verhindern, die anderen Parteien waren und sind nicht stark genug für diese Themen (sowohl in der Opposition als auch als Koalitionspartner). Es ändert also eh wenig, eine der alten Parteien zu wählen. Und die bekommen schon genug Stimmen von den restlichen Bevölkerungsschichten, welche die Piraten wenig kennen.
  • Verzichtet man insgesamt, zu wählen, vergibt man seine Chance, seinen Ärger über die Politik und seine Forderungen an diese richtig deutlich zu machen. (siehe lange Fassung)
    • Wir protestieren dagegen, dass man durch Wählen der alten Parteien nichts wirklich ändern kann, dass die sowieso weitermachen wie bisher. Genau die Gründe, warum viele daran zweifeln, überhaupt zur Wahl zu gehen! Gleichzeitig sind wir (zumindest derzeit) noch unabhängig von Lobbyisten und kämpfen ehrlich gegen Machtklüngelei und Pseudo-Demokratie sowie für unsere Rechte und mehr Mitbestimmung!
    • Nichtwählen und ungültig wählen wird nicht beachtet und gar mit "politischem Desinteresse"(!) interpretiert. Wir aber ärgern uns über die Politik und wollen diesen Protest laut machen!
    • Erstmalig seit langem kann man mit einer Stimme für eine alternative Partei so ein deutliches Zeichen zu setzen, was einen stört und was sich ändern muss! Denn wir wachsen enorm und werden immer stärker beachtet.
    • Andere Kleinparteien spielen überhaupt keine Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung oder werden ausgegrenzt (NPD). Protest sollte gebündelt werden, die Piraten als enorm wachsende und stark beachtete Bewegung ist dazu ideal!
    • Wir haben keine Politikverdrossenheit, sondern das Volk hat zu Recht kein Vertrauen mehr in die alten Parteien! Deswegen bei dieser Wahl nach dem Motto vorgehen: "Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen!"
  • Investiert man mit seiner Zweitstimme in die Piratenpartei, stärkt man diese wichtigen Themen und den einzigen echten Fürsprecher für genau diese Themen. (siehe lange Fassung)
    • Es fehlt eine politische Kraft, die diese Themen stärkt, frühzeitiger auf Fehlentwicklungen aufmerksam macht und dringend benötigte, derzeit fehlende Kompetenzen in die Politik bringt.
    • Mit der Stimme für die Piratenpartei bekommt diese Medienaufmerksamkeit (ab 3% eigener Ergebnisbalken in der Wahlauswertung!), Geld (nach Anzahl Wählerstimmen), Unterstützung und Ernstnehmung, mit der sie in den nächsten Jahren zunehmend Druck machen und diese Themen etablieren wird. Ein gutes Ergebnis ist ein starkes Signal für die nächsten Wahlen (etwa nächstes Jahr in Nordrhein-Westfalen) und sorgt für ein schnelleres Starkwerden dieser wichtigen politischen Kraft.
  • Die Piratenpartei hat beste Chancen, die Ziele sehr bald zunehmend zu verwirklichen. (siehe lange Fassung)
    • Bei den Grünen lief es in den 80ern ähnlich. Es ist also sinnvoll und möglich, dass eine neue Volksbewegung wichtige, bisher vernachlässigte Themen in die Politik bringt!
    • Auch die Grünen konnten bereits vor größeren Wahlergebnissen die Umweltthemen in der Politik etablieren, noch in den 80ern führte Bundeskanzler Kohl (CDU) das Umweltministerium ein - heute fordert die Piratenpartei ein spezielles Ministerium für die Informations- und Wissensgesellschaft, was in aufstrebenden Technologieländer wie z.B. Indien bereits existiert.
    • Die Piratenpartei wächst rasant, sogar deutlich schneller als damals die Grünen, und sogar 5% sind realistisch (wenn auch derzeit nicht wahrscheinlich). Bereits 2-3% bedeuten eine Sensation, eine enorme Stärkung dieser Bewegung und sind entsprechend aller aktuellen Umfragen definitiv wahrscheinlich.
  • Die Piratenpartei verdient Unterstützung. (siehe lange Fassung)
    • Es ist wichtig, dass diese Bewegung zunehmend stärker wird.
    • Bereits jetzt sehen uns immer mehr Mächtige als eine Bedrohung und versuchen uns durch Stimmungsmache wie "Kinderpornopartei" oder "Rechtenpartei" zu schaden. Über die Piratenpartei wird weitläufig unfair berichtet - indem man sie wählt, sorgt man dafür, dass die Öffentlichkeit nicht mehr um eine ernsthafte Beschäftigung mit dieser Bewegung und ihren wichtigen Zielen drumrumkommt.
    • Die Stimme ist in den nächsten 4 Jahren eine jährliche Spende an die Partei. Die alten Parteien haben genug Geld (sie haben Millionenbudgets!), diese wichtige neue Bewegung verdient das Geld mehr!
    • Wir alle, die über die Möglichkeit der Wahl der Piratenpartei ernsthaft nachdenken, gehören zu einer ausgewählten Bevölkerungsschicht, die zu besonders hohen Anteilen die Piratenpartei wählen muss, damit sie ein gutes Ergebnis erzielt. Der Rest der Bevölkerung wählt schon zu genügenden Anteilen die alten Parteien, und voraussichtlich je 1% schmerzlicher Verlust an die Piratenpartei wird ihnen ganz gut tun und die Beachtung dieser Themen stärken.
  • Wenn man die Piratenpartei unterstützt, handelt man weise und tut das Richtige. (siehe lange Fassung)
    • Wählen tut man nicht nur aus taktischen Gesichtspunkten, sondern um seiner Überzeugung Ausdruck zu verleihen. In einer echten Demokratie darf es nicht nur darum gehen, immer wieder den alten Bundestag zu bestätigen (à la DDR), sondern auch darum, wichtige neue Bewegungen zu unterstützen. Wer aus einem kurzsichtigen, angstgetriebenen 5%-Schema eine Partei wählt, die man leidglich als kleineres Übel ansieht, handelt undemokratisch und gibt letztendlich seine Ideale auf. Daher: Freiheit statt Angst! Zukunftsweisende Überzeugung statt Einknicken in die alten Traditionen!
    • Es ist sowohl für die nächsten Jahre als auch perspektivisch klug, die Piratenpartei zu wählen, denn unser Land braucht sie als starke politische Kraft. Je besser dieses Wahlergebnis, umso stärker wird sie sich für die Themen einsetzen können und umso mehr wird sie in den folgenden Jahren wachsen können. Die anderen Parteien braucht man eh nicht wählen, da dies kaum ändern würde und es sowieso genug andere Menschen gibt, die sie wählen.
    • Wenn einen später mal die Kinder und Enkelkinder fragen: "Und, hattest du damals diese Entwicklung rechtzeitig erkannt und diese wichtige Bewegung unterstützt?", dann möchte man doch auch antworten können: "Ja, ich war einer derjenigen, der die Zeichen der Zeit erkannt hatte und dafür sorgte, dass diese wichtige Bürgerrechtsbewegung des digitalen Zeitalters nicht verpuffte, sondern stark wurde."
    • Die Piratenpartei wächst rasant, sie ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Sie trifft mit ihren Zielen ins Herzen vieler Menschen. Und du kannst jetzt dabei sein. Mach mit! Die Wahl der Piratenpartei besiegelt dir: Ja, ich bin Teil dieser spannenden, neuen, modernen Bürgerrechtsbewegung des digitalen Zeitalters!

Gib auch du deine Zweitstimme der Piratenpartei!

___________________________________________________________________

Längere Fassung mit Links, Bildern, ausführlicheren Erklärungen

Kommentare

Bild von Pirat in Spe

Also ich freue mich riesig über das Ergebnis...

Und kann die Enttäuschung von manch einem nicht wirklich nachvollziehen. Die Wahl ist vorbei, und es sind sowas um die 2% dabei rausgekommen.

Klar wäre ein Einzug in den Bundestag toll gewesen, aber realistisch? Eher nicht. Ich habe mit vielen, sehr vielen Kommilitonen vor den Wahlen über die Piratenpartei gesprochen, und dabei festgestellt: Viele, die sich und ihre Interessen grundsätzlich in der Piratenpartei vertreten sehen, wollten ihr dennoch diesesmal nicht ihre Stimme geben, und zwar meist aus dem gleichen Grund / mit dem gleichen Argument: "Ach, die bekommen doch nur ein paar Stimmen, da verschenke ich meine Stimme ja".

2% - quasi aus dem Stand heraus - ist nun aber eine Basis, von der aus man arbeiten kann. Ein Sprungbrett für kommende Wahlen, denn es zeigt: Es gibt sie, die Piratenwähler. Und das wird bei kommenden Wahlen vielen, die diesesmal gegen ihre tatsächlichen politischen Überzeugungen gestimmt haben, bei kommenden Wahlen die Befürchtung nehmen, ihr Kreuz ins Nirvana zu setzen, wenn sie die Piraten wählen.

Das mit den Direktmandaten stimmt so. Da stimme ich völlig zu, wenn man´s hätte tun können, dann am ehesten in Berlin und in Hamburg. Aber: a) benötigt sowas Vorlaufzeit. Viel Vorlaufzeit. Denn ein Kandidat braucht deutlich länger, um einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen, als eine Partei. Und ein Direktmandat sollte eben kein Parteimandat sein, sondern ein Mandat für einen einzelnen Abgeordneten. Daher hätte ein individueller, auf eine Person zugeschnittener Wahlkampf im betreffenden Wahlbezirk Not getan. Und für den war, davon gehe ich mal aus, weder das Geld da, noch die Zeit.

Und noch etwas positives kann ich den 2% abgewinnen: Wenn man als Pirat vor allem an der öffentlichen Wahrnehmung der eigenen politischen Ziele und Ansichten interessiert ist, dann kann man sich drauf verlassen: 2% werden wahrgenommen. Und zwar von den Parteien, die im Bundestag vertreten sind. Die sehen jetzt: Dort gibt es Stimmen zu holen, diese Themen können mobilisieren. Man wird seitens des "politischen Establishments" (*zwinker*) versuchen, diesen potentiellen Wählern auch thematisch entgegenzukommen, sofern man die Möglichkeit sieht, ohne bisherige Wählergruppen zu verprellen.

Und solange sich die Parteien als Bewegung verstehen, und nicht als Machtapparat, ist das toll! Denn solange es nur um die Umsetzung der Ziele geht, ist es letztlich egal, WER sie umsetzt, solange sie nur überhaupt umgesetzt werden!

Bild von Der Sympathiiiiisant

Alles sehr richtig, aber

Alles sehr richtig, aber irgendwie konnte der Wahlkampf der Piraten im Internet, also ihrem eigenen Metier auch nicht wirklich überzeugen. Eine eigene Page, eigene Blogs, eigene Foren haben die etablierten Parteien auch, meistens sogar solo nur für die exponierten Politiker und eine eigene Wiki macht das Profil der Piratenpartei für mich auch nicht unbedingt übersichtlicher bzw. überzeugender, worum es ja eigentlich gehen muss! Die Beteiligung bei abgeordnetenwatch ist ebenso lasch. Wähler habt ihr da nicht erreicht, das ist sicher.
Ich habe aber einige Wahlplakate gesehen und ich muss sagen, dieses Geld hättet ihr euch lieber gespart, sollten die wirklich gedruckt worden sein, denn viel kreatives im Unterschied zur Einheitssoße von CDU und SPD ist dabei nicht herausbekommen. Deswegen habe ich mal eine Frage und hoffe, ein Pirat wird sie mir beantworten können:
Wo sind die Wahlaufrufe auf www.spiegel.de, www.heise.de, www.golem.de oder wie www.chip.de Das sind die Seiten, die am meisten über euch berichten, aber auf denen ich nichts von Wahlkampf merke. Also ist das genauso langweilig wie der offline Wahlkampf.
Dann möchte ich noch anmerken, da ich schon gewählt habe, dass es extrem dumm war, keine Direktkandidaten in Berlin aufzustellen. Hier hättet Ihr gute Chancen gehabt, mindestens ein Direktmandat zu ergattern und evtl. über die Ausgleichsmandate, die durch den Überhang der Direktmandate der großen Fraktionen immer an die kleinen Fraktionen in der Vergangenheit angerechnet wurden, eine unabhängige Fraktion mit Aussschussbeteiligung zu gründen. Die PDS, als sie noch nicht mit der WASG fusioniert war, hatte so überhaupt Fraktionsstatus erreicht, nicht über den Ostbonus, wie fälschlich oft behauptet wird. Das wäre auch die Chance für eine Piratenfraktion gewesen. In eurer Wiki habe ich gesehen, dass die meisten Direktkandidaten in Süddeutschland, also vor allem Bayern aufgestellt werden. Sollten die das schaffen vor CSU und FDP ganze Wahlkreise für sich zu gewinnen, immerhin hat so ein Wahlkreis über 20k Stimmen, wäre das Hammer, aber auch sehr unwahrscheinlich.
Alles im allen bin ich ein wenig enttäuscht von eurer strategischen Aufstellung und der eher zufällig geführten Konfrontation mit dem Establishment der deutschen Politik. Anstatt z.B. beim Ex-Viva-Moderator und Abendsalleinunterhalter Stefan Raab um Einlass zu betteln, um dem Verdummungs-TV beisitzen zu dürfen, hättet Ihr gut daran getan, Podien, auf denen die anderen Parteien sich offline auseinadersetzen, auch aufzusuchen. Dazu gehören nun mal Podiumsdiskussionen, die auch nicht unbedingt ins Massenmedium übersetzt werden, auf denen aber Journalisten anwesend sind, die jenseits vom Schweinegrippenjournalismus, eure politische Kompetenz einschätzen und darüber berichten, aber nicht darüber, wieviel yeahs und ohhs auf irgend einem Markplatz gebrüllt werden. Das ist RTL + 2 = Pro7.
Da müsst ihr euch nicht wundern, dass es inhaltlich zu keiner Auseinandersetzung kommt. Wahlkampf von alleine geht nicht und nur gaga ist auch inhaltslos! ;)
Die Kernthemen liegen mir auch am Herzen, aber wenn das am Sonntag mit dem Einzug in den Bundestag klappen sollte, wäre ich sehr überrascht. Eure Partei braucht mindestens 2,25 Millionen Stimmen bei 44 Millionen abgegebenen Stimmen. Sollten von den 62,2 Millionen mehr wählen gehen als beim letzten Mal wird das noch schwieriger. Selbst bei der größten Aktion im Umfeld der Piratenpartei hat es nie mehr als 200.000 Unterschriften gegeben, wenn ich mich recht erinnere.

Bild von piratDD

Deine Unzufriedenheit verstehe ich,aber:verstehe diese Bewegung!

Schön, jetzt konntest du mal so richtig die Meckerei rauslassen, das tut auch mal gut :)

Im Ernst: Natürlich ist unsere Bürgerrechtsbewegung bei weitem nicht perfekt, schon gar nicht perfekt organisiert. Erwartest du das etwa? Hey, wir sind eine dermaßen junge, aufstrebende Bewegung, das ist mehr als verständlich! Die Zeit zwischen Europawahl & Antizensurprotest, die unseren Boom auslösten, sowie der Bundestagswahl, war einfach enorm kurz.

Ich weiß ja nicht, ob du dich in Berlin und in deinem Umfeld mit an Werbung für die Piratenpartei beteiligst (sinnvoll wäre es!), ich tue es jedenfalls und kann dir aus der Erfahrung berichten: Es ist extrem, mit wie wenig Material und Unterstützern wir hinkommen müssen. Und es ist erstaunlich, was dabei trotzdem auf die Beine gestellt wird! Die Bewegung ist einfach noch zu klein, als dass sich die wenigen Aktiven um alles Mögliche kümmern könnten.

Deinen taktischen Anmerkungen stimme ich weitläufig zu. Plakate (und auch Fernsehspots) erreichen eher wenig, zudem sind die entwickelten Plakate nicht optimal, wie wir inzwischen gemerkt haben. Mehr Offlinepräsenz, mehr Direktkandidaten, Podiumsdiskussionen uvm. wären wünschenswert gewesen. So what? Wir sind jung, wir sind unerfahren, wir sind wenige, aber wir sind engagiert und nutzen Fehler, um daraus zu lernen.

In den letzten Tagen gab es viele Bashings gegen die Piraten. Oftmals war mir nicht mehr ganz klar, ob das von einem enttäuschten Pirat kommt, der sich mehr erhofft hätte, oder ob dies von einem Gegner kommt, der Unfrieden stiften und die Leute von der Piratenpartei wegbringen will. Jedenfalls sind m.E. all die überzogenen Pauschalkritiken wegen Affairen wie Junge Freiheit, Jörg Tauss, Bodo Thiesen, Wahlwerbeauftreten und sonstiger Ungeschicktheiten schlicht überzogen, wenn man in Betracht nimmt, wie jung diese Bewegung ist. Und trotzdem ist sie sinnvoll - sehr sogar! Anfängerungeschicktheiten bedeuten ja nicht, dass die ganze Sache schlecht ist und auch nicht, dass die Sache keine Unterstützung verdienen würde.

Übrigens teile ich deine Gesamteinschätzung des Wahlkampfes ganz und gar nicht: Insgesamt hat die Piratenpartei einen frischen, kreativen und intensiven Wahlkampf hingelegt! (Und das angesichts zeitlicher, finanzieller, personeller und erfahrungsbezogener Möglichkeiten überraschend gut!)

Schon allein im Netz war sie die einzige politische Kraft, die überhaupt glaubwürdige Werbung gemacht hat. Dies sehen übrigens sogar die - sonst uns gegenüber leider meist sehr einseitig-kritischen - Medien so (z.B. Frontal 21, ARD Tagesthemen). Wenn ich mir anschaue, wie sich die alten Parteien krampfhaft um Ansprechen der jungen Generation bemühte (und das, wie sie gestanden, eher für die Medien, als wirklich für die jungen Leute) - und wenn ich mir dann all die vielen, aus der Basis heraus entstandenen, kreativen Aktionen ansehe (z.B. Plakat- und Videowettbewerbe, Plakatremixe, Yeah-Flashmobs, Lichtprojektionen, Gläsernes Mobil, Offener Brief an Nichtwähler, Ausfüll-Mitmachplakate, und noch viel, viel mehr), dann kann ich nur zum Schluss kommen, dass die Piratenpartei den Sympathiepreis mit Abstand gewinnt!

Im Übrigen weiß ich nicht, welches Ergebnis du hier als Ziel von uns verlangst. Remember: Wir hatten verdammt wenig Zeit! Remember: Für Kleinparteien ist unter solchen Umständen bei einer Bundestagswahl alles, was deutlich über 1% hinausgeht, eine Sensation.

Und wenn du den Artikel gelesen hast, ist dir inzwischen auch klar, dass bei einem guten Ergebnis unterhalb der 5% die Ziele zunehmend erreicht werden -
denn ob man nun mit ein paar Leuten IM Bundestag sitzt oder mit einer großen, engagierten, motivierten, finanziell gut versorgten und von der Öffentlichkeit zunehmend beachteten Truppe ganz nah AM Bundestag dran Druck macht, ist letztlich auch kein so großer Unterschied.

Viele Grüße!

PS: Und jetzt mach noch ein bisschen mit Werbung! Zum Beispiel kannst du mit 3-5 Freunden und Verwandten Gespräche führen, in denen du ihnen die Piratenpartei nahe bringst.

Bild von Der Sympathiiiiisant

K.a., ob das die richtige

K.a., ob das die richtige Plattform zum Diskutieren ist und nimm es mir bitte nicht übel, aber nein, ich habe weit mehr erwartet als 1%!!! Als ich vor ein paar Tagen vom parteiinternen Zufriedengeben mit dem 1% bzw., dass nicht mehr als das Ziel erreicht werden soll, gehört habe, war das für mich ein Stoß zurück in die alte Politikdesinteressiertenschublade geschoben. Hätte nur nochg gefehlt, dass EINER aus unserer jungen Bewegung gesagt hätte "Macht mal langsam dann!" lol?
Es ist auch kein Gemecker, nur pure Enttäuschung! Wie sollte ich der Partei, die zum ersten Mal als einzige die Themen vorbringt, die mich auch interessieren und dann auch noch meine Meinung vertritt, bemeckern? Ich meinte mit Präsenz auf den o.g. Seiten auch nicht noch mehr buntes gaga, sondern ernsthafte Auseinandersetzung mit den Gegnern übers bisherige Schattenboxen hinaus!
Die Bekannten sagen halt, Pirat gibts nur online und mehr als dagegenseiern kann ich nicht. Ein Beitritt würde mich noch unglaubwürdiger machen und ein echten Gegenbeweis, durch ein Paradestück eines Parteimitglieds gibt es nicht, weil die Partei zumindest hier oben keine Personalisierung anstrebt. Heres Ziel, aber leider wird das imho den Einzug in den Bundestag unmöglich machen, denn nur in Berlin und Hamburg bestanden echte Chancen, direkt ins Parlament zu kommen.
Man kann nun mal nicht gegen Angääääähnla mit "yeah" und "wir sind viele, jung und schön" antreten. Redet doch mal mit denen und lasst ne Kamera mitlaufen. Wie das die investigativen Schweinegrippenjournalisten machen, wenn sie Großmau...machtspolitiker auflaufen lassen, dann auf youtube das Teil und ich kann wirklich was gegen das offline/online-Argument vorbringen. ;)
Zeitweise kamen mir Artikel über die Piratenpartei vor wie ein Selbstgespräch, bei der sich Interviewer und Interviewter nur zu nickten und sagten "so ist es!", aber was hat das gebracht? Mehr Unterstützer vermutlich nicht und genau das macht meine Enttäuschung aus.
Ob es am Ende nun der offline völlig hohle Wahlkampf (Flashmobs) und das online intellektuell überfrachtete Schattenboxen (weil ohne Gegner) sein wird oder die Unwahrscheinlichkeit, dass es ganz einfach nicht mehr als 2,25 Millionen Anhänger sind, wird am Sonntag zu beurteilen sein.
Warum geht nicht einer von der Parteiführung mal zu spiegel-online oder heise und sagt, dass er ein Duell einfordert und zwar mit der ersten Reihe des Politikestablishments und zwar nicht zu den Drallalathemen wie Steuer rauf, Steuer runter, Kindergarten und Bildungsgeseier, sondern das, was die Wähler der Piratenpartei interessiert und zwar offline Themen, nicht nur online!
Sollte ich den Thread nach der Wahl noch finden und die Piratenpartei im Tor angekommen sein, bin ich gerne zur Läuterung bereit. Aber wenn nicht, bin ich sicher nicht der einzige, der wie der kleine Mann aus der Tasche springt und sagt "Siehste, hab ick dir doch jesagt!" Schade, schade...

Bild von piratDD

Entschuldige, aber was du

Entschuldige, aber was du machst, das ist genau das: Meckern. Vielleicht merkst du es nur selbst noch nicht.

Du weißt gar nicht, was alles versucht wurde, geschweige denn dass du selbst mit versucht hast. Wenn Medien nicht bereit sind, klappt es aber nun einmal nicht.

Dann kommt noch ein fundamentales Missverständnis deinerseits hinzu. Die Piratenpartei definiert sich nicht über Köpfe, die perfekte Lösungen anbieten und die rhetorisch perfekt rüberbringen können. Sondern sie versteht sich als genuine Mitmachbewegung. Das heißt: Ist doch völlig klar, dass wir jetzt vieles noch nicht wunderbar ausgearbeitet haben. Ist auch völlig in Ordnung, denn wir entwickeln diese Themen gemeinsam aus und suchen auf Basis von Expertenwissen und basisdemokratischer Zusammenarbeit die möglichst optimal Lösung. Dabei kommt allemal besseres heraus als durch derzeitigen Lobbyismus und Machtgekeile in der Politik.

Es stimmt auch einfach nicht, dass wir nicht offline präsent wären. Das müsstest du zumal als Berliner besser wissen.

Und einzelne Aktionen stehen nicht für die ganze Partei. Wie gesagt: das ist ne Bewegung aus der Basis heraus, ohne zentrale Steuerung, oftmals spontan. Da kommen viele tolle, kreative Aktionen heraus, andere wiederum mögen manchem nicht so schmecken, ist doch logo! Aber daraus eine Generalkritik abzuleiten, zeigt einfach, dass man es nicht verstanden hat.

Im Übrigen scheinst du weiterhin darauf fixiert zu sein, unbedingt jetzt ins Parlament kommen zu müssen. Die entsprechenden Argumente, warum das Quatsch ist (Alter der Bewegung, realistische Erwartungswerte für Kleinparteien, zur Verfügung stehende Mittel, positive Wirkung eines guten Ergebnisses unterhalb der 5%) stehen oben, verdau sie mal in Ruhe.

Schließlich habe ich noch keine Antwort auf die Frage nach DEINEN Aktivitäten erhalten.

Ich kann nur empfehlen: Aufhören zu meckern und anfangen, rauszugehen und Werbung zu machen! Mit Freunden und Verwandten reden, etc.

Wenn du weiter diskutieren möchtest, schreib ne Mail.

Bild von Der Sympathiiiiisant

Wenn ich meckern würde, hätte

Wenn ich meckern würde, hätte ich bestimmt mainstreamigere Argumente zur Hand, die uns auch von Leuten wie Zypris, Steinmeier und den Hardlinern der SPD im Kampf gegen das Internet :D an der Programmfront vorgehalten werden oder die breite Meckerei über die Taussaufnahme oder zu der ironischerweise von der eigenen Parteiführung selbst inszenierten Front, Verfehlungen zu ahnden und entsprechende Personen zu ahnden und sich klar zu distanzieren, indem man z.B. den offenen Brief an Bodo Thiesen in der wiki adelt. Erstes ist in der Entwicklung, das kann niemand ernsthaft bestreiten und zweits ist sowas von überflüssig und hat die Partei für weite Bevölkerungsgruppen unwählbar gemacht, nicht weil es passiert ist, sondern weil es viel zu viele offene Fragen, keine eindeutige Distanzierung, stattdessen noch dahergelaufene Rechtfertigungsversuche gab. Das ist aber nur wichtig, wenn man die Partei als postideologische Stammtischtruppe ansieht, die sich jenseits von links und rechts auf Teufel komm raus einen Namen machen möchte. Das dies nicht der Fall ist, belegt schon allein die Opposition gegen staatliche Überwachung offline wie online und verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung. Das ranghohe und pseudoprominente Mitglieder bei jeder Gelgenheit die Distanzierung ablehnen, weil man ja gegen Vorverurteilung sei oder z.B. Unschuldsvermutung für jeden Menschen gilt, ist nur ein Witz, der sich bei unserer nächsten Profilierungsphase selbst ausdiffereinziert, wenn die Partei dann endlich gelernt hat auch in anderen Themen und bei der politischen Richtung eindeutig Stellung zu beziehen. Für die Öffentlichkeit wird es nur interessant sein, ob damit auch die beschädigten Personen wieder in der Versenkung verschwinden. Schließlich entspricht diese Negativpersonalisierung nach rechts auch nicht einer genuinen Mitmachbewegung mit basisdemokratischer Expertise. ;)
Mir geht es aber nur um die Chronik eines verpassten Einzugs in den Bundestag, obwohl man damit am Anfang durchaus geworben hat. Das war zumindest meine Motivation. Aus der 1%-Formel entsteht der Eindruck, wie bei vielen anderen Kleinparteien auch, dass sie nur existieren, um von der Wahlkampfkostenerstattung zu profitieren? Das ist kein Vorwurf, kein Verdacht, sondern eine Frage, die ich den Raum stelle!
Direktmandate sind für den Einzug in den Bundestag ein strategisches Muss, ganz egal, ob man als genuine Mitmachbewegung oder Basisdemokratie antritt. Es sei denn, die Partei soll noch ein paar Legilaturperioden warten, bis sie von wem auch immer im Massenmedium TV geadelt und über X Länderparlamente mehr Öffentlichkeit bekommen wird. Das kann dann so 15-20 Jahre dauern, wie bei den Grünen.
Direktmandat ist ein unmissverständliches Wort, anders als Basisdemokratie oder genuine Mitmachbewegung. Es geht um den direkten Einzug in den Bundestag mit einem oder mehreren Kandidaten.
Haben wir da ein Missveständnis? "Deinen taktischen Anmerkungen stimme ich weitläufig zu mehr Direktkandidaten, Podiumsdiskussionen uvm. wären wünschenswert gewesen. So what?" Strategisch falsch aufgestellt und damit anderen Parteien aus taktischen Gründen das Feld zu überlassen, macht gegenüber dem Wähler das eigene Ziel unglaubwürdig.
Frag mal in Berlin oder auch Hamburg nach, in meinem Wahlkreis wieder Hans-Christian Ströbele, sympathischer Mann, der wahrscheinlich in dieser Legilaturperiode aus dem Bundestagsmandat raussterben wird und wirklich gebracht hat seine parlamentarische Präsenz in den Jahrzehnten seiner Arbeit auch nichts. Ich denke da weniger an Kriegseinsätze, verfehlte Rentenpolitik der Grünen oder Atomaustieg, sondern mehr sein Entsetzttun im PKG. Geht eben mehr als um Präsenz. ;)
Deswegen verstehe ich auch nicht, was offline präsent mit offline Themen zu tun hat. Da kannst du dir einen Wolf laufen bei genuiner Expertise im basisdemokratischen Verfahren! Wie gesagt, weniger gaga und mehr Themen kann nicht schaden. Das ist abernicht der Grund, warum der Einzug in den Bundestag verpasst werden wird. s.o. :(

Bild von piratDD

...

Das erklärte Ziel ist der Einzug ins Parlament - ob nun bei dieser Wahl oder bei der nächsten. Wenn es für dich ein absolutes Minimalziel darstellt, unbedingt diesmal in den Bundestag zu kommen, dann hast du m.E. überzogene Erwartungen. Zumindest hättest du dann zehntausende Euro spenden müssen und dich ordentlich dafür engagieren ;-)

Die Partei existiert, um den vernachlässigten Themen ein Sprachrohr zu geben, diese Themen zu stärken und als neue Kraft in der Politik für diese Themen stärker zu werden. Sie existiert nicht nur wegen Wahlkampfkostenerstattung, sorry, das wären mir die Strapazen nicht wehrt, dass die Partei lediglich die Spesen zurückerhält und meine unzähligen Zeitstunden, Aufwand und Mühen darüber hinaus sinnlos sind. Dem ist aber nicht so.

1% ist ein Maß, dass normale Kleinparteien im großen und ganzen nicht überschreiten können - die Piratenpartei schon. Und alles über 2% wäre eine Sensation, ich halte sogar deutlich mehr für gut möglich.

Bei den Grünen hat es nicht 15-20 Jahre gedauert, sondern von 1978 (erste Landtagswahlen) bis 1984 (2. Bundestagswahl, bei der es dann geklappt hatte).

Wenn du Direktmandate für ein strategisches Muss hältst (viele Parteien kommen ohne die aus, und gerade kleine Parteien haben bei der Wahl der Direktplätze so gut wie keine Chance, aber bitte), warum hast du dich nicht in deinem Wahlkreis dafür engagiert?

Für den direkten Einzug braucht es im übrigen 3 Direktmandate.

"Dem eigenen Wähler gebenüber unglaubwürdig" - hallo? Sind wir ein Unternehmen, das was verkaufen will? Das ist eine MITMACHbewegung. Wir alle engagieren uns gemeinsam. Unglaubwürdig bist du also auch dir selbst, wenn du dich nicht dafür einsetzt, das was passiert.

Und jetzt beantworte mir endlich die Frage, was DU für einen Erfolg tust?

Bild von Der Sympathiiiiisant

Gut, dann braucht die

Gut, dann braucht die Piratenpartei noch bis 2015-2017 bis sie es in den Bundestag kommt. :(
Drei Direktmandate sind zwar notwenidig um eine Fraktion zu bilden, nicht aber, um in den Bundestag zu kommen! Dafür reicht ein Direktmandat. ;)
Im Übrigen hätte ich für die drei Direktmandate in Hamburg und Berlin durchaus Chancen gesehen, aber die Landesverbände wollten es nicht, trotz meines Engagements. :(
Unglaubwürdig sind aus meiner Sicht alle Parteien, die das große Ziel anpeilen, aber (deren Parteivorstände nur) in taktischen Parteiengeplänkel versinken. Hab ich hier auch irgendwo gelesen. ;) "Die anderen Parteien versuchen zwar, auf diese Themen aufzuspringen, sind dabei aber zum großen Teil höchst unglaubwürdig. ..."
Da ich auch an einigen Aktionen teilgenommen habe und mitgewirkt habe und ein Wenig Einblick in unseren Wahlkampf hatte, glaube ich im übrigen nicht, dass die zu erwartenden 400.000 EURO lediglich die Spesen unseres Wahlkampfes waren. Ich glaube dir auch nicht, dass du das so siehst.
Im Moment befasse ich mich mit der Auseinandersetzung mit offentlich der Linken zuzurechnen Wahlkämpfern, die nach den Graffitischmierereien an der Parteizentrale uns ins postideologische rechte Langer verfrachten möchten und mit dem Pedophilievorwurf mächtig nachtreten. Dabei versuche ich zu verhindern, dass diese nicht ganz aus der Luft gegriffene argueline die mainstream Medien erreicht!

Bild von piratDD

Die Medienkampagne gegen uns

Die Medienkampagne gegen uns läuft schon lange - ob der Versuch des Ignorierens oder des Beschmutzens mit dem Thema Tauss (oder nun die Rechtenvorwürfe).

Ansonsten kann ich nur sagen: Entweder ausheulen oder nach vorn blicken! Oder beides ;-)

Wünsche nen schönen Wahlkampfabschluss morgen und ne tolle Wahlparty!

Bild von Der Sympathiiiiisant

Wenn die Medienkampagne

Wenn die Medienkampagne laufen würde, wüsste man bundesweit von einem ER in der Piratenpartei, der den Holocaust leugnet, wäre es aus. Glaub mir, die Medien berichten darüber nicht, der AG PR ist das bis jetzt zu verdanken. ;) Aber viele haben uns deswegen den Rücken gekehrt!
Wenn die Ausgleichmandate nach bundesverfassungsgerichtlicher Aufforderung für eine Änderung bis 2011 kommen, könntest ich mir durchaus vorstellen, dass Fraktionstatus auch mit einem Direktmandat erreicht wird. Bei dieser Wahl hätte sie den fraktionstatus m.E. noch nicht gebraucht, auch wenn es schön gewesen wäre. Wie gesagt, Hamburg und Berlin wäre realistisch gewesen.
Der Einzug mit wenigstems einen Kandidaten wäre ein Symbol an die Basis gewesen, dass mehr möglich ist, als Peditionen, gaga und Plakate bunt anmalen. Stattdessen sendet die Parteiführung jetzt das Signal "Stillsitzen und abwarten" aus. Toll!
Nunja, ich komme nicht aus dem Süden und weiß auch nicht wie die Verhältnisse dort sind. Außer, dass in Bayern bisher traditionell CSU und FDP die Wahlsieger waren. Wie da Direktmandate für die Piraten bei rausspringen sollen, wird einzige spannende Frage am Wahlabend werden. Der Rest ist aber jetzt schon klar: 2,5 millionen Stimmen kriegen wir bei dieser Wahl nicht. Das sind 11 volle Wahlkreise und auch wenn man sie im Verhältnis auf den Bundesdurchschnitt umrechnet, so haben wir nur in Großstädten eine Chance.
Kriegen wir z.B. in ein paar Wahlkreisen vielleicht optimistisch berechnet 10% der Stimmen, müssten es insgesamt 113 wahlkreise sein und das ist nun wirklich unrealistisch, da es gerade 3x so viele Wahlkreise gibt. Hamburg und Berlin wären geschenkt, aber jetzt sitzen wir erstmal still und warten ab bis 2013, nach deiner Einschätzung sogar bis 2017.